
Die zehn an die Hibernia AG gelieferten Maschinen entsprachen im wesentlichen den vier Maschinen der Rheinstahl Bergbau AG. Im Gegensatz zu den mit Scheibenbremsen ausgestatteten Rheinstahl-Lokomotiven, besaßen die Hibernia-Maschinen Klotzbremsen. Auch äußerlich unterschieden sich die Maschinen der Hibernia, z. B. haben diese eine etwas geringere Gesamtlänge, eine geänderte Lüfteranordnung in den Vorbauen sowie die fehlende Abschrägung an den Vorbauenden der Rheinstahl-Maschinen.
Als Zweifrequenzmaschinen waren sie für eine Fahrdrahtspannung von 16 kV / 2/3 Hz sowie für 15 kV / 50 Hz ausgelegt. Desweiteren war ein Hilfsantrieb mit Batterien für eine Kapazität von 700 Ah eingebaut, was die Bedienung von profilbeschränkten Ladestellen ohne Fahrdraht ermöglichte.
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Aufgrund der Komplexität, konnten die im August 1988 an Henschel 31336 begonnen Umbauarbeiten erst im Oktober 1991 abgeschlossen werden. Henschel 31338 folgte im Juni 1992. Bei den anschließenden Betriebsversuchen konnte eine technische Grenzlast von rund 2.900 t Anhängelast, sowie einer potenzielle Tauglichkeit für Fahrten über DB-Gleise bei 2.000 t bei 60 km/h sowie 1.000 t bei 80 km/h ermittelt werden.
Aufgrund der massiven Bauartänderungen wäre für die Fahrten über DB-Gleise jedoch eine Neuzulassung nach EBO notwendig gewesen, welche letztendlich aus Kostengründen nicht angestrebt wurde. Somit sind die Maschinen auf das RAG-eigene Netz beschränkt. Angesichts der sich bereits Anfang der 1990er abzeichnenden ungewissen Zukunftsperspektiven, unterblieb der angestrebte Umbau weiterer Maschinen zur neuen Gattung ED 1600, wie die beiden Maschinen nun bezeichnet wurden. Auch heute befinden sich beide Fahrzeuge noch im täglichen Einsatz und können meistens im Bergeverkehr beobachtet werden.